Letzte Aktualisierung am 09.08.2017

Mittelohrentzündung (Otitis media)

Symptomatisch äußert sich eine Mittelohrentzündung meist durch plötzlich auftretende, starke und pulsierende Ohrenschmerzen, Ohrgeräusche und Minderung des Hörsinns. Auch Übelkeit und Erbrechen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber sind häufig Begleiterscheinungen. Bei einer eitrigen Mittelohrentzündungen kann es zu einem Riss des Trommelfells und infolge zu Flüssigkeitsaustritt kommen.

Ursachen einer Mittelohrentzündung

Mittelohrentzündungen können sowohl von Bakterien als auch von Viren ausgelöst werden. Häufig geht der Mittelohrentzündung ein Infekt des Nasen-Rachenraums voraus. Von dort aus dringen die Erreger ins Mittelohr vor und verursachen die Entzündung. Somit sind von Mittelohrentzündungen vor allem Patienten betroffen, die häufig unter Entzündungen des Nasenschleimhäute und Nasennebenhöhlen leiden.

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Diagnose einer Mittelohrentzündung

Zur Diagnose einer Mittelohrentzündung erfolgt eine Untersuchung der Ohren sowie des Nasen-Rachen-Raums und der Nasennebenhöhlen. Die Betrachtung des Trommelfells erfolgt dabei mit einem Ohr-Mikroskop. Durch dieses ist bei einer Mittelohrentzündung eine Rosafärbung des Trommelfells zu erkennen, welche durch die Erweiterung der Blutgefäße in Folge der Entzündung verursacht wird. Auch die Beweglichkeit des Trommelfells, Druck im Mittelohr und die Reaktion der Gehörknöchelchen können Aufschluss über eine vorliegende Entzündung geben. Laboruntersuchungen des Sekrets werden notwendig, wenn akute Mittelohrentzündungen nicht auf die verordnete Therapie ansprechen.

Behandlung einer Mittelohrentzündung

Zur Behandlung empfehlen sich entzündungshemmende und abschwellende Wirkstoffe, die die Funktionsfähigkeit des Mittelohrs herstellen. Bei Auftreten von Fieber sollte vor allem bei Kindern die Gabe von fiebersenkenden Medikamenten in Erwägung gezogen werden. Ist das Trommelfell intakt, kann auch die Gabe von Ohrentropfen Linderung verschaffen. Der Einsatz von Antibiotika ist angebracht, um das Komplikationsrisiko zu verringern. Unter Umständen kann auch ein Trommelfellschnitt notwendig werden, sollte das Trommelfell aufgrund des sich bildenden Sekrets nicht von selbst reißen. Mit diesem Eingriff kann eine mögliche Schädigung des Innenohres vorgebeugt werden.

Welche Behandlung angebracht ist, sollte von einem erfahrenen HNO-Arzt beurteilt werden.

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