Letzte Aktualisierung am 06.11.2017

Trommelfellschnitt (Parazentese)

Trommelfellschnitte werden nötig, wenn die Belüftung des Mittelohrs gestört ist. Gründe dafür sind eitrige Mittelohrentzündungen, bei welchen durch die sich bildende Flüssigkeitsansammlung eine ausreichende Durchlüftung des Mittelohrs verhindert wird. Sollte dieses Krankheitsbild medikamentös über einen Zeitraum von sechs Monaten nicht zur Ausheilung gebracht werden, muss dieser operative Schritt durchgeführt werden.

Durchführung eines Trommelfellschnitts

Bei der Operation wird mit einem Messer ein kleiner Schnitt im vorderen unteren Quadranten des Trommelfells durchgeführt. Bei Sekretbildung wird dieses mit einem feinen Sauger durch diese Öffnung abgesaugt, sodass das Mittelohr wieder gut durchlüftet ist. Der Schnitt wächst von alleine innerhalb weniger Tage wieder zu. Bei dickflüssigem Sekret kann es notwendig sein, das Trommelfell länger offen zu halten. Aus diesem Grund wird ein so genanntes Paukenröhrchen in den Schnitt eingesetzt. Dieses wenige Millimeter große Röhrchen aus Gold oder Kunststoff wird nach sechs bis neun Monaten von selbst abgestoßen und das Trommelfell schließt sich wieder.

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 Postoperatives Vorgehen nach einem Trommelfellschnitt

Der Patient kann unmittelbar nach der Operation nach Hause. Sollte beim Trommelfellschnitt ein Paukenröhrchen zur Belüftung gelegt worden sein, darf kein Wasser ins Ohr dringen. Dem kann mit einem speziell angefertigten Schwimm- und Gehörschutz Rechnung getragen werden. Sollte es nach dem Lösen des Paukenröhrchens erneut zu einer Mittelohrentzündung kommen, kann ein erneuter Eingriff nötig werden.

HNO-Facharzt Dr. Stillenmunkes führt operative Eingriffe wie einen Trommelfellschnitt in der Klinik Dritter Orden in Nymphenburg durch, wo er Belegarzt ist.

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